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27.07.2017, 15:52 Uhr
Kann man Atome sichtbar machen?

Ja, das geht! Es gibt spezielle Mikroskope, die eine so große Auflösung haben, die das ermöglicht. Erfunden, entwickelt, hergestellt und vertrieben werden diese nano-analytischen Mikroskopsysteme von der Fa. WITec Wissenschaftliche Instrumente und Technologien GmbH in der Wissensstadt II am Eselsberg, wohin die CDU vom Eselsberg die Mitglieder und Freunde der Partei eingeladen hat. WITec wurde vor 20 Jahren von drei Physikern der Uni Ulm gegründet und beschäftigt heute weltweit 58 Personen am Eselsberg, in den USA, in Singapur, Japan und Spanien.

Im Wesentlichen sind es alles Naturwissenschaftler wie Physiker und Chemiker, aber auch Geologen. Entsprechend schwierig war es, den Erklärungen von Joachim Koenen, Gründer und Geschäftsführer von WITec, zu folgen, waren unter den Anwesenden wohl keine Physiker. Diese Geräte, die von sechs Mitarbeitern am Eselsberg zusammengebaut werden und die Namen tragen wie „Raman Spektroskopie“, „Raster-Kraft Mikroskopie“ und „SNOM-Mikroskopie“, können in einem bildgebenden Verfahren Proben analysieren. Dabei wird mit einem extrem gebündelten Laserstrahl die Probe abgetastet, um die Oberfläche und deren Eigenschaften zu ergründen. Hierbei wird erkannt, welche chemischen Bestandteile, in welcher Menge und in welcher Lage sich dort befinden. Das Ganze wird bildlich angezeigt, so dass man die Atome und Moleküle sehen kann. In der Fachsprache spricht Herr Koenen vom „chemischen Fingerabdruck“ einer Probe. Gebraucht werden diese Geräte, die zwischen 200 und 400 T€ kosten, u.a. für Qualitätsmaßnahmen in der Pharmazeutischen Industrie, in der Lebensmitteltechnik, in der Halbleiterindustrie, aber auch in der Archäologie und der Kunst. Selbst die Forensik nutzt solche Mikroskope, um z.B. Spuren von Stoffen in einem Fingerabdruck kriminaltechnisch ermitteln zu können, um damit Rückschlüsse auf Tatorte und Täter ziehen zu können.

Die Verwendung der Geräte ist so erschütterungsempfindlich, dass selbst die neue Linie 2 der Straßenbahn entgegen der ursprünglichen Planung nicht in der Lise-Meitner-Straße am Gebäude von WITec vorbeifahren kann und die Schienenführung deshalb umgeplant werden musste, was unseren Parteivorsitzenden, Edgar Winter, beeindruckte und was ihn veranlasste, bei seinen Dankesworten auch diesen Umstand zu erwähnen. cp

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